OSAM-SCHULUNGEN
Wie konzipiert man eine Schulung?
Artikel verfasst von Elisa Bauer
- 4 April 2026 13 h 26 min
In einem anspruchsvollen und sich ständig verändernden wirtschaftlichen Umfeld verschaffen sich Organisationen in der Schweiz einen starken Wettbewerbsvorteil, wenn ihre Schulungen gut konzipiert sind. Eine schlecht durchdachte Schulung verschwendet Ressourcen, verfehlt ihre Ziele und demotiviert sogar die Lernenden. Dieser Leitfaden enthält wichtige Schritte, praktische Tipps und verlässliche Referenzen, die Ihnen dabei helfen, ein Schulungskonzept zu entwickeln, das sowohl relevant als auch motivierend und nachhaltig ist.
1. Vorbereitende Phase: Bedarfsanalyse und Kontext
- Die tatsächlichen Bedürfnisse ermitteln
- Treffen mit den Beteiligten (Geschäftsleitung, Manager, Mitarbeiter), um die organisatorischen Herausforderungen zu verstehen.
- Kompetenzlücken diagnostizieren: Welche Kompetenzen fehlen, welche sind für die Zukunft strategisch wichtig?.
- Berücksichtigung des rechtlichen und regulatorischen Umfelds in der Schweiz (z. B. Anforderungen im öffentlichen Sektor, Qualitätsstandards).
- Zielgruppe definieren
- Ebene: Führungskraft, Manager, operativer Mitarbeiter.
- Erfahrungen, Voraussetzungen, Lernstil (Präsenzunterricht, Fernunterricht, gemischter Unterricht).
- Sprachliche und kulturelle Vielfalt: In der Schweiz müssen die französisch-, deutsch- und italienischsprachigen Gebiete sowie die erforderlichen Französisch-/Englisch-/Deutschkenntnisse berücksichtigt werden.
- Klare Lernziele festlegen
- Verhaltens- oder Leistungsziele, was der Lernende können wird machen am Ende.
- Formulierung SMART : Spezifisch, Messbar, Erreichbar, Realistisch, Zeitlich definiert.
2. Konzeption: Strukturierung des pädagogischen Konzepts
- Das richtige Format und die richtige Modalität wählen
- Präsenzunterricht, E-Learning oder Blended Learning
- Hybride Ausbildung: synchrone vs. asynchrone Sitzungen.
- Verwendung von Kurzmodulen oder Micro-Learning, wenn Zeit oder Verfügbarkeit begrenzt sind.
- Relevante und angemessene Inhalte auswählen
- Stützen Sie sich auf relevante Kompetenzreferenzrahmen in Ihrem Bereich oder in Schweiz, Stellen Sie sicher, dass die nationalen, gesetzlichen oder sektoralen Referenzrahmen eingehalten werden.
- Integrieren Sie reale Anwendungsfälle und anwendbare Beispiele.
- Pädagogische Methoden und Materialien
- Förderung der’aktives Lernen : Simulationen, Fallstudien, Rollenspiele, Gruppenarbeit.
- Verschiedene Medien einsetzen: Präsentationen, Videos, Quiz, interaktive Tools.
- Barrierefreiheit : Sicherstellen, dass das Material lesbar, gut strukturiert und mit Hilfsmitteln (Untertitel, visuelle Hilfsmittel) kompatibel ist.
- Dauer, Rhythmus und Abfolge
- Die Ausbildung in logisch aufeinander aufbauende Module unterteilen.
- Pausen, Bewertungs- oder Wiederholungssitzungen einbauen, um eine kognitive Überlastung zu vermeiden.
3. Einführung und Umsetzung
- Ausbildung der Ausbilder
- Sicherstellen, dass die Referenten nicht nur den Inhalt, sondern auch moderne pädagogische Techniken beherrschen.
- Ihnen die erforderlichen Hilfsmittel und Unterstützung zur Verfügung stellen (Leitfaden für Ausbilder, Betreuung, Feedback).
- Logistik und Technologie
- Wählen Sie eine geeignete LMS-Plattform für E-Learning oder hybride Lernformen.
- Technische Aspekte überprüfen: Konnektivität, Hardware, Zugänglichkeit.
- Technischen Support während der Schulung bereitstellen.
- Interne Kommunikation und Motivation
- Die Teilnehmer gut informieren: Ziele, Modalitäten, erwartete Vorteile.
- Eine Dynamik des Engagements schaffen: Anreize, Anerkennung, Verbindungen zur Karriere oder Leistung.
4. Bewertung, kontinuierliche Verbesserung und Überwachung
- Die Wirksamkeit messen
- Verwenden Sie anerkannte Bewertungsrahmen wie das Kirkpatrick-Modell (Reaktion, Lernen, Verhalten, Ergebnisse).
- Feedback von Lernenden, Ausbildern und Managern sammeln.
- Analysieren und anpassen
- Identifizieren Sie, was funktioniert hat und was verbessert werden muss (Inhalt, Methode, Tempo).
- Die Ausbildung entsprechend der Entwicklung der Praktiken, Technologien und Bedürfnisse des Unternehmens aktualisieren.
- Nachbetreuung nach der Ausbildung
- Begleitung bei der Umsetzung der im Beruf erworbenen Kompetenzen (Coaching, Mentoring, praktische Projekte).
- Planen Sie Auffrischungs-, Weiterbildungs- oder Zertifizierungssitzungen ein.
5. Spezifische Tipps für den Schweizer Kontext
- Sprachen und Kultur respektieren : Die Schulung an die Sprachregion anpassen; übermäßige Anglizismen vermeiden, wenn das Publikum nicht englischsprachig ist.
- Normen und professionelle Qualität : Kenntnis der in der Schweiz geltenden Normen für die berufliche Aus- und Weiterbildung (z. B. Zertifizierung, offizielle Anerkennung).
- Flexibilität und Modularität : Viele Schweizer Organisationen arbeiten mit unterschiedlichen Arbeitszeiten und Mitarbeitern, die auf mehrere Standorte verteilt sind. Modularität und Fernarbeit sind oft von Vorteil.
- Kosten und Finanzierung : Materialbudget, Zeitaufwand der Ausbilder, Logistikkosten einplanen; mögliche Beihilfen oder Subventionen je nach Kanton oder Bundesprogrammen recherchieren.
Um sicherzustellen, dass Ihre Schulungsmaßnahmen Ihren strategischen Herausforderungen voll und ganz gerecht werden, können Sie sich auf die Expertise spezialisierter Partner stützen, wie beispielsweise OSAM, zertifiziert eduQua.
Die Konzeption einer Schulung erfordert einen strategischen, rigorosen und lernerzentrierten Ansatz bereits in der Vorbereitungsphase. Für Führungskräfte, Manager und Personalverantwortliche in der Schweiz bedeutet dies, kulturelle, sprachliche und normative Besonderheiten zu berücksichtigen und gleichzeitig solide pädagogische Prinzipien anzuwenden. Durch die Kombination von klaren Zielen, vielfältigen Methoden, einer konsequenten Bewertung und kontinuierlicher Verbesserung wird eine gut konzipierte Schulung zu einem leistungsstarken Hebel für die Leistung und nachhaltige Entwicklung Ihres Unternehmens.
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