Laurent Pin
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OSAM-SCHULUNGEN

Nachhaltigkeit integrieren, um Ihr Unternehmen zu transformieren

Interview mit Laurent Pin

1. Können Sie uns zunächst etwas über Ihren Werdegang erzählen und darüber, wie Sie dazu gekommen sind, sich für nachhaltige Entwicklung und CSR im Unternehmenskontext zu interessieren?

Vor einigen Jahren habe ich mich gefragt, wie ich anderen Menschen und der Welt besser helfen könnte. Dabei bin ich auf zwei Antworten gekommen:

  1. Bildung. Ich bemühe mich, meinen Kindern ein Bewusstsein für die Bedeutung von Nachhaltigkeit zu vermitteln.
  2. Meine Erfahrung nutzen Management und von Führungsrolle zugunsten sozialer und ökologischer Belange. Deshalb habe ich beschlossen, mich weiterzubilden und zu handeln.

 

2. Wie kann Nachhaltigkeit Ihrer Meinung nach zu einem echten Leistungsmotor in Unternehmen werden?

Es gibt Modelle wie das Business Model Canvas, mit denen man sich Fragen zu Investitionen und erwarteten Einnahmen stellen kann. Ich glaube, dass der Ansatz von Nachhaltigkeit ist umso stärker, wenn sie zu einer Verbesserung der Marge oder des Umsatzes führt. Für mich muss ein Nachhaltigkeitsansatz einen Mehrwert bringen, um tragfähig zu sein.

 

3. Welche kulturellen und organisatorischen Veränderungen beobachten Sie, wenn Unternehmen CSR strategisch integrieren?

Im Allgemeinen sind Nachhaltigkeitsprojekte bereichsübergreifende Projekte und daher ein hervorragendes Thema, um Mitarbeiter zur Zusammenarbeit zu bewegen. Wenn die Geschäftsleitung sich engagiert und Zeit für diese Themen freimacht, entsteht eine echte positive Dynamik. Dies ist ein sehr starker Motor für eine bereichsübergreifende und vertikale Unternehmenskultur.

 

4. Können Sie ein konkretes Beispiel nennen, bei dem die Berücksichtigung der nachhaltigen Entwicklung die Ergebnisse oder die Dynamik eines Unternehmens verändert hat?

In der Gemeinschaftsverpflegung konnten wir die Margen durch die Reduzierung von Lebensmittelabfällen steigern. Außerdem haben wir den CO2-Ausstoß gesenkt. Und wir konnten unsere Stakeholder einbinden, insbesondere unsere Kunden und Lieferanten.

 

5. Welchen Rat würden Sie Führungskräften geben, die Nachhaltigkeit nutzen möchten, um ihr Unternehmen neu zu erfinden und gleichzeitig ihre Teams zu motivieren?

Zunächst einmal sich bilden und sich informieren, um «schlechte gute Ideen» zu vermeiden. Nachhaltigkeit ist ein sehr komplexes Thema, und manchmal kann sich hinter einer guten Idee eine sehr schlechte verbergen. Man muss sich also Zeit für die Analyse nehmen. Dann den Beteiligten gut zuhören und sich keine Erwartungen vorstellen. Schließlich die Mitarbeiter über Klimafresken oder digitale Fresken, 2-Tonnen-Workshops usw. informieren und motivieren.
All dies mit einer sehr positiven Einstellung! Es ist wichtig, die Fortschritte hervorzuheben, denn dieses Thema kann schnell Ängste auslösen ... 

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