ausbildungsarten in der schweiz
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OSAM-SCHULUNGEN

Die verschiedenen Ausbildungsgänge in der Schweiz

Artikel verfasst von Elisa Bauer

Hier finden Sie eine vollständige Übersicht aller Ausbildungsarten in der Schweiz, die in fünf große Kategorien unterteilt sind, damit Sie das Bildungssystem und die Weiterbildungsmöglichkeiten im Land gut verstehen können.

1. Grundausbildung

Für Jugendliche nach Abschluss der Schulpflicht (im Alter von etwa 15 bis 16 Jahren)

-> Berufsausbildung (EFZ / EBA)

  • EFZ – Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis (3–4 Jahre)
    Duale Ausbildung (Berufsschule + Ausbildungsbetrieb). Beispiele: Apothekenassistent/in, Polymechaniker/in, Kaufmann/Kauffrau.
  • AFP – Eidgenössisches Berufsattest (2 Jahre)
    Für Jugendliche mit größeren schulischen Schwierigkeiten oder Bedarf an einer kürzeren Ausbildung. Anschließend besteht die Möglichkeit, einen EFZ zu erwerben.
  • In der Schweiz weit verbreitet: Zwei von drei Jugendlichen schlagen den beruflichen Bildungsweg ein.

-> Gymnasiale Ausbildung

  • Matura: ermöglicht den Zugang zu universitären Hochschulen (HEU).
  • Eher theoretische und akademische Ausrichtung.
  • Wird in Sporthallen oder Mittelschulen je nach Kanton für 3 oder 4 Jahre.

 

2. Tertiäre Ausbildung

Für Personen, die eine Erstausbildung abgeschlossen haben

-> Fachhochschulen (FH)

  • Berufsausbildung auf Hochschulniveau (Bachelor/Master FH)
  • Stark praxisorientiert: Pflichtpraktika, angewandte Projekte.
  • Beispiele: Ingenieurwesen, Sozialarbeit, Gesundheitswesen, Betriebswirtschaft.

-> Universitäre Hochschulen (UH)

  • Kantonale Universitäten, EPFL (Lausanne), ETHZ (Zürich).
  • Eher theoretische, akademische oder wissenschaftliche Ausrichtung.
  • Angebot: Bachelor, Master, Doktorat.
  • Beispiele: Rechtswissenschaften, Psychologie, Politikwissenschaften, Physik, Geisteswissenschaften.

-> Pädagogische Hochschulen (HEP)

  • Bereiten auf den Unterricht vor (Grundschule, Sekundarschule usw.)
  • Das Programm wird an den gewünschten Bildungsgrad angepasst.

-> Höhere Fachschulen (HF)

  • Nicht-universitäre höhere Berufsausbildung.
  • Beispiele: Techniker/in HF, Erzieher/in HF, Hotelier/in HF.
  • Berufsorientierte Ausbildung, oft berufsbegleitend, Dauer: 2 bis 3 Jahre.
  • Sehr beliebt bei Personen mit einem CFC.

 

3. Weiterbildung

Für Erwachsene, Angestellte, Führungskräfte oder Umschüler

-> CAS / DAS / MAS (Weiterbildungen)

  • FALL : Certificate of Advanced Studies (10-15 ECTS, ca. 6 Monate)
  • DAS : Diplom der höheren Studien (30 ECTS, ca. 1 Jahr)
  • MAS : Master of Advanced Studies (60 ECTS oder mehr, 1,5 bis 2 Jahre)
  • Oftmals von Fachhochschulen oder Universitäten angeboten, in Teilzeit für berufstätige Erwachsene.
  • Beispiele: CAS in Projektmanagement, MAS in Personalwesen, DAS in Steuerwesen.

-> À-la-carte-Schulungen, Kurzschulungen oder maßgeschneiderte Schulungen

  • Sprachen, Informatik, Kommunikation, Verhandlung, Führung usw.
  • Flexible Dauer: einige Stunden bis mehrere Wochen.
  • Beispiele: Schulungen von OSAM Formations, Sprachschulen, Handelskammern.

-> Interne Schulungen im Unternehmen

  • Coaching, Teambuilding, Workshops, E-Learning.
  • Intern organisiert oder an spezialisierte Dienstleister übertragen.

-> Umschulung / öffentliche Programme

  • RAV / OFPC / IV / IVJE : bieten Schulungen für Arbeitssuchende an.
  • Zielen auf die Rückkehr in die Beschäftigung oder die Anpassung an die neuen Anforderungen des Marktes ab.
  • Beispiele: Englischkurse, Techniken für die Stellensuche, Ausbildung in einem neuen Beruf.

 

4. Nicht formale Bildung und Selbststudium

Ausbildung außerhalb der offiziellen Rahmenbedingungen

-> MOOCs und Online-Plattformen

  • Kostenlose oder kostenpflichtige Online-Kurse (Coursera, edX, Udemy, OSAM, usw.)
  • Nicht immer offiziell anerkannt, aber in der Praxis sehr nützlich.

-> Workshops, Bootcamps, Coaching

  • Intensivkurs zu einem bestimmten Thema: Webentwicklung, Rhetorik, digitales Marketing...
  • Sehr praktischer Ansatz.

-> Selbststudium

  • Lesen von Büchern, Videos, Tutorials, Experimente.
  • Nützlich für die Entwicklung persönlicher oder beruflicher Kompetenzen.

 

5. Höhere Berufsbildung mit eidgenössischer Anerkennung

Um eine berufliche Spezialisierung zu bestätigen oder Führungskraft zu werden

-> Eidgenössisches Diplom

  • 1. Stufe der höheren Berufsausbildung.
  • Ermöglicht es, zu werden Fachmann in einem Bereich.
  • Beispiel: Personalfachmann, Finanz- und Buchhaltungsspezialist.
  • Erfordert in der Regel einen EFZ + Berufserfahrung.

-> Eidgenössisches Diplom

  • Höheres Niveau als das Brevet.
  • Ermöglicht den Zugriff auf Positionen von Führungskräfte oder Selbstständige.
  • Beispiel: Diplomierter Wirtschaftsprüfer, Direktor/in einer medizinisch-sozialen Einrichtung.

 

Anerkennung ausländischer Diplome

Bitte erkundigen Sie sich bei der folgenden Behörde:

  • SEFRI : Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation.

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