OSAM-SCHULUNGEN
Immobilien als Hebel für die Vermögensperformance
Interview mit Antoine Ducroux
- 21 Oktober 2026 6 h 17 min
1. Könnten Sie uns zunächst kurz Ihren Werdegang und Ihre derzeitige Tätigkeit als Vermögensberater vorstellen?
Wer bin ich?
Ich bin Antoine Ducroux, Mitbegründer von RidgeRock, unabhängige Vermögensberatungsgesellschaft mit Sitz in der Schweiz. Nach mehreren Jahren in einer spezialisierten Kanzlei und anschliessend in einer Bank bin ich dabei, gemeinsam mit meinen Partnern eine moderne Alternative zu schaffen, die sowohl menschlich als auch digital ist, um Schweizer Einwohner und Grenzgänger zu begleiten.
Meine Aufgabe: Ich helfe unseren Kunden dabei, ihr Vermögen zu strukturieren, zu schützen und zu vermehren, indem ich Finanz-, Steuer- und Immobilienexpertise miteinander verbinde.
Warum RidgeRock?
Die Feststellung ist einfach:
- Die traditionelle Banken bieten oft teure Produkte mit geringer Leistungsfähigkeit an und bieten keine individuelle Betreuung.
- Die Fintechs, auch wenn sie innovativ sind, lassen den menschlichen Aspekt ausser Acht, der für eine Vertrauensbeziehung unerlässlich ist.
Unsere Positionierung: RidgeRock befindet sich zwischen diesen beiden Welten:
- Von leistungsstarke und innovative Produkte, erhältlich ab 50.000 CHF.
- Ein menschliche und digitale Begleitung.
- Eine 360°-Vermögensberatung, die Vermögensverwaltung, Vorsorge, Immobilien, Steuern, Private Equity und strukturierte Produkte abdecken.
Unsere Vision:
Sein Neo Vermögensverwalter Referenz in der Schweiz und dann international: ein hybrides und modernes Modell, das sich auf die Ziele der Kunden konzentriert und einen klaren, transparenten und leistungsstarken Ansatz verfolgt.
2. Warum nimmt Immobilien Ihrer Meinung nach einen so zentralen Platz beim Aufbau und der Verwaltung eines Vermögens ein?
Immobilien sind ein unverzichtbarer Bestandteil des Vermögens. Sie sind ein greifbarer, nützlicher und beruhigender Vermögenswert, der Sicherheit, Wertsteigerungspotenzial und Diversifizierung vereint. In der Schweiz gelten sie insbesondere als sicherer Hafen, der vor Inflation schützt und langfristig stabile Renditen erzielt.
3. Was sind die wichtigsten Vorteile für einen privaten Anleger, Immobilien in seine Vermögensstrategie einzubeziehen?
Die Vorteile sind zahlreich:
- Hebelwirkung dank Hypothekenfinanzierung, die Investitionen mit geringem Eigenkapital ermöglicht.
- Steueroptimierung, über die Abzugsfähigkeit von Hypothekenzinsen und bestimmten Aufwendungen.
- Zusätzliche Einnahmen mit Mietinvestitionen, die einen regelmässigen Cashflow generieren.
- Weitergabe und Fortbestand, denn Immobilien sind generationsübergreifend angelegt.
- Diversifizierung, indem die Finanzaktiva durch reale und greifbare Vermögenswerte ergänzt werden.
4. Umgekehrt: Welche Grenzen oder Risiken müssen besonders beachtet werden, wenn man auf Immobilien setzt?
Immobilien bleiben ein bindender Vermögenswert. Ihre Liquidität ist begrenzt: Der Verkauf einer Immobilie nimmt Zeit in Anspruch und hängt von den Marktbedingungen ab. Das Risiko von Mietausfällen oder Wertverlusten ist in der Schweiz zwar geringer, besteht aber dennoch. Eine übermässige Verschuldung kann einen Haushalt ebenfalls schwächen. Schliesslich müssen die Immobiliensteuern (Mietwert, Grundsteuer, Wertzuwachs) im Voraus berücksichtigt werden, um böse Überraschungen zu vermeiden.
5. Wie lässt sich der optimale Anteil von Immobilien in einer diversifizierten Vermögensstrategie bestimmen?
Es gibt keine allgemeingültige Regel. Alles hängt von der familiären Situation, dem Einkommen, der Risikotoleranz und den langfristigen Zielen ab. Bei RidgeRock verfolgen wir einen massgeschneiderten Ansatz: Wir analysieren die Verschuldungskapazität, den Cashflow und die Besteuerung, bevor wir den idealen Anteil von Immobilien im Gesamtportfolio festlegen. Das Ziel: ein Gleichgewicht zwischen Immobilien und Finanzanlagen zu wahren, um Flexibilität und Liquidität zu erhalten.
6. Welche spezifischen Kompetenzen oder Kenntnisse muss ein Vermögensberater entwickeln, um seine Kunden in diesem Immobilienbereich gut zu begleiten?
Ein guter Berater muss Folgendes mitbringen:
- Eine Finanz- und Steuerkompetenz um die Gesamtwirkung eines Projekts zu bewerten.
- Eine Kenntnisse des Schweizer und grenzüberschreitenden Immobilienmarktes, um Ihnen bei der richtigen Wahl zu helfen (Hauptwohnsitz, Zweitwohnsitz oder Mietobjekt in der Schweiz oder auch im Ausland, insbesondere beispielsweise in Frankreich).
- Eine Beherrschung der Hypothekenfinanzierung, darunter die sehr spezifischen Schweizer Vorschriften (Eigenkapital, Abschreibungen, Kennzahlen).
- Eine Koordinationsfähigkeit mit den wichtigsten Akteuren: Banken, Notaren, Immobilienmaklern, Steuerberatern.
7. Welchen Rat würden Sie schliesslich einem Vermögensverwalter geben, der sich in der Ausbildung befindet oder sich beruflich weiterentwickeln möchte, um Immobilien besser in seine Empfehlungen zu integrieren?
Ich würde ihm raten, eine ganzheitliche Sichtweise einzunehmen: Immobilien sollten immer als integraler Bestandteil einer kohärenten Vermögensstrategie betrachtet werden. Sich kontinuierlich weiterbilden über die steuerlichen und regulatorischen Aspekte in der Schweiz ist unerlässlich, da diese sich regelmässig ändern.
Schliesslich ist der Aufbau eines soliden Netzwerks von Partnern (Banken, Notare, Immobilienmakler) ein grosser Vorteil: Der Mehrwert des Beraters liegt sowohl in seinem Fachwissen als auch in seiner Fähigkeit, den Kunden in jeder Phase seines Projekts zu begleiten.
Wir bei RidgeRock sind davon überzeugt, dass ein gut verwaltetes Vermögen mehr als nur eine Frage der Rendite ist: Es ist ein Hebel für Gelassenheit, Weitergabe und Chancen für die Zukunft.
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