OSAM-SCHULUNGEN
Weiterbildung: Werden Sie unwissentlich überholt?
- 20 Oktober 2026 2 h 12 min
Das Heimtückische an der Transformation von Berufen ist, dass sie sich nicht immer durch abrupte Brüche manifestiert, sondern durch eine allmähliche Verschiebung der Erwartungen und erforderlichen Kompetenzen. Von Ihnen wird verlangt, dass Sie «agil» sind, «mit digitalen Tools arbeiten», «Komplexität bewältigen» können ... ohne dass Sie dafür unbedingt geschult wurden. Das Risiko? Sie fallen langsam zurück, ohne zu merken, dass Ihr Berufsprofil nicht mehr ganz den Marktstandards entspricht.
Eine Studie von PwC (Global Workforce Hopes and Fears Survey) zeigt, dass sich mehr als 40 % der Schweizer Arbeitnehmer unzureichend auf die zukünftigen Entwicklungen ihres Berufs vorbereitet fühlen. Dennoch glauben viele weiterhin, dass ihre Erfahrung ausreicht, um «auf Kurs zu bleiben».
Man könnte es als das Syndrom der unsichtbaren Stagnation bezeichnen: kurzfristig leistungsfähig bleiben, sich aber langsam aber sicher von neuen Wertschöpfungsdynamiken entfernen. Weiterbildung ist weder ein Luxus noch ein Pluspunkt: Sie wird zu einer beruflichen Grundvoraussetzung, ähnlich wie die Pflege der körperlichen Gesundheit.
Die Schweiz zeichnet sich durch eine hohe Weiterbildungsbeteiligung aus. Rund 50% der in der Schweiz lebenden Bevölkerung absolvieren eine oder mehrere Weiterbildungen. Diese Zahl ist zwar gegenüber den 62% im Jahr 2016 leicht rückläufig, zeugt jedoch von der Bedeutung, die der beruflichen Weiterbildung im Land beigemessen wird.
Investitionen in die Weiterbildung bieten sowohl für Einzelpersonen als auch für Unternehmen erhebliche Vorteile. Für Arbeitnehmer bedeutet dies, dass sie neue Kompetenzen erwerben, ihre berufliche Leistungsfähigkeit verbessern und ihr Selbstvertrauen stärken können. Für Arbeitgeber bedeuten gut ausgebildete Mitarbeiter mehr Innovation und eine höhere Wettbewerbsfähigkeit auf dem Markt.
Das unermüdliche Streben nach Perfektion kann jedoch Stress und das Gefühl der beruflichen Überflüssigkeit hervorrufen. Die Mitarbeiter können sich unter Druck gesetzt fühlen, ihre Fähigkeiten ständig zu aktualisieren, um nicht den Anschluss zu verlieren, was zu einer kognitiven und emotionalen Überlastung führen kann. Darüber hinaus kann der ungleiche Zugang zu Weiterbildungsmöglichkeiten berufliche Ungleichheiten verstärken.
Daher ist es unerlässlich, einen ausgewogenen Ansatz in Bezug auf die Weiterbildung zu verfolgen. Unternehmen müssen die berufliche Entwicklung fördern und gleichzeitig für das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter sorgen. Dies kann durch die Einrichtung massgeschneiderter Weiterbildungsprogramme, die Anerkennung erworbener Kompetenzen und die Förderung einer Lernkultur ohne übermässigen Druck geschehen.
Weiterbildung ist zwar ein wichtiger Hebel für die berufliche Entwicklung in der Schweiz, doch ist es entscheidend, die damit verbundenen Herausforderungen zu erkennen und zu bewältigen, um Stress und berufliche Aussteiger zu vermeiden.
Bei OSAM Ausbildung und Weiterbildung, Wir sind uns dieser Herausforderungen voll bewusst. Deshalb sind unsere Programme so konzipiert, dass sie andragogische Anforderungen mit dem individuellen Lerntempo jedes Einzelnen verbinden. Wir bevorzugen flexible Formate (Präsenzunterricht, Hybridunterricht, kurze oder lange Sitzungen), individuelle Betreuung und einen konkreten Ansatz, der in der Realität der Lernenden verankert ist.
Wir bilden nicht aus, um ein Kästchen anzukreuzen, sondern um eine echte, nachhaltige und motivierende Wirkung zu erzielen. Denn berufliche Weiterentwicklung sollte niemals eine Zwangsmassnahme sein, sondern eine gut begleitete Chance.
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