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Die in Unternehmen am meisten gefragten Soft Skills (2)

Soft Skills: Die fünf wichtigsten Anforderungen in der Schweiz

Artikel verfasst von Elisa Bauer

Als Spezialisten für die Ausbildung und im Bereich der beruflichen Beratung verbringen wir unsere Zeit damit, Schweizer Stellenanzeigen genau unter die Lupe zu nehmen, um zu verstehen, wonach Personalverantwortliche jenseits der Abschlüsse tatsächlich suchen. Die Erkenntnis aus dem Jahr 2026 ist eindeutig: Sozialkompetenzen sind kein «Pluspunkt» mehr, sondern haben sich zu einem eigenständigen Auswahlkriterium entwickelt, genau wie die fachliche Erfahrung.


Der Wendepunkt: Soft Skills sind genauso wichtig wie Hard Skills

Eine gemeinsame Studie der Adecco Group und der Universität Zürich, die auf der Grundlage von über einer Million zwischen 2015 und 2026 veröffentlichter Schweizer Stellenanzeigen durchgeführt wurde, bestätigt dies: Die Nachfrage nach überfachlichen Kompetenzen wie Selbstständigkeit, Kommunikation und analytischem Denken steigt seit zehn Jahren stetig an. Seit 2022 erwähnen mehr als 60 % der in der Schweiz veröffentlichten Stellenanzeigen diese Art von Kompetenzen ausdrücklich.

Der „Salary Guide 2026“ von Robert Half Schweiz kommt zu einem ähnlichen Ergebnis: 62 % der befragten Schweizer Arbeitgeber geben an, dass sie fachlichen und sozialen Kompetenzen mittlerweile den gleichen Stellenwert beimessen, und 60 % halten Soft Skills bei ihren Einstellungsentscheidungen für entscheidender als noch vor fünf Jahren. Mit anderen Worten: Ein makelloser, fachlich fundierter Lebenslauf reicht nicht mehr aus, um eine Stelle zu ergattern oder ein besseres Gehalt auszuhandeln.

Dieser Wandel lässt sich auch durch die Automatisierung erklären. Das Weltwirtschaftsforum hat in seinem Bericht „Future of Jobs“ 2025, weist darauf hin, dass sich fast 40 % der auf dem Arbeitsmarkt geforderten Kompetenzen derzeit im Wandel befinden. Je mehr eine Aufgabe automatisiert oder durch die‘KI“, desto mehr gewinnen die rein menschlichen Kompetenzen – jene, die kein Algorithmus nachbilden kann – in den Augen der Arbeitgeber an Wert.

 

Methodik: Was sagt die Analyse der Schweizer Stellenanzeigen wirklich aus?

Unsere Analyse stützt sich auf drei Arten von Quellen: die Längsschnittdaten des Adecco Group Swiss Job Market Index (in Zusammenarbeit mit der Universität Zürich), die den tatsächlichen Inhalt der seit 2015 in der Schweiz veröffentlichten Stellenanzeigen analysieren; den „Salary Guide 2026“ von Robert Half Schweiz, der auf einer Umfrage unter 750 Befragten (250 Arbeitgebern und 500 Arbeitnehmern) aus den Bereichen Finanzen, IT und Verwaltung basiert; sowie der globale Referenzrahmen des Weltwirtschaftsforums, der die Sichtweisen von mehr als 1.000 Arbeitgebern zusammenfasst, die 14 Millionen Arbeitnehmer vertreten. Diese dreifache Überprüfung ermöglicht es, eine Grundlage an Kompetenzen zu ermitteln, die sich in den Schweizer Stellenanzeigen aller Branchen übereinstimmend wiederfindet.

 

Die Top 5 der im Jahr 2026 am meisten gefragten Soft Skills

  1. Kritisches und analytisches Denken.
    Im Robert Half Salary Guide 2026 wird sie von Schweizer Personalvermittlern als wichtigste Kompetenz genannt. Sie umfasst die Fähigkeit, komplexe Situationen zu analysieren, Informationen – einschließlich der von KI generierten – kritisch zu hinterfragen und fundierte Entscheidungen zu treffen.
  2. Selbstständigkeit und Selbstmanagement.
    Die Studie von Adecco und der Universität Zürich zählt sie seit 2015 zu den drei am häufigsten nachgefragten Kompetenzkategorien in Schweizer Stellenanzeigen. Prioritätensetzung, Selbstführung, die Fähigkeit, sich ohne ständige Aufsicht zu organisieren.
  3. Kommunikation und Teamgeist.
    Die zweite wichtige Kategorie, die von der Adecco Group identifiziert wurde – die Fähigkeit zur Zusammenarbeit, sich verständlich zu machen und bereichsübergreifend zu arbeiten – bleibt ein sicherer Wert, umso mehr in einem Land mit einem mehrsprachigen und multikulturellen wirtschaftlichen Umfeld wie der Schweiz.
  4. Anpassungsfähigkeit und Belastbarkeit.
    Das Weltwirtschaftsforum zählt Flexibilität und Agilität zu den Kompetenzen, deren Bedeutung am schnellsten zunimmt. Auf dem Schweizer Arbeitsmarkt, der von einer rasanten Digitalisierung und einem anhaltenden Mangel an qualifizierten Arbeitskräften geprägt ist, wird die Fähigkeit, Veränderungen zu bewältigen, ohne an Leistung einzubüßen, zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil.
  5. Neugier und lebenslanges Lernen.
    Sowohl vom WEF als auch von der OECD vorangetrieben (Kompetenzausblick 2025), diese Kompetenz spiegelt den Willen wider, sich während der gesamten beruflichen Laufbahn weiterzubilden.

 

Was sich dadurch konkret für Ihre Karriere ändert

Diese fünf Kompetenzen haben eines gemeinsam: Man kann sie trainieren. Entgegen einer weit verbreiteten Meinung sind Soft Skills keine feststehenden Charaktereigenschaften, sondern Fähigkeiten, die durch Rollenspiele, Feedback und regelmäßiges Üben trainiert, strukturiert und unter Beweis gestellt werden können. Genau hier zeigt sich der Unterschied zwischen einem Bewerber, der sagt diese Qualitäten im Lebenslauf zu haben und ein Bewerber, der sie veranschaulichen konkret im Vorstellungsgespräch, mit nachprüfbaren Beispielen.

Bei OSAM Formations, Wir begleiten jedes Jahr Schweizer Fachkräfte, die diese überfachlichen Kompetenzen ausbauen möchten, um auf einem sich rasch wandelnden Arbeitsmarkt wettbewerbsfähig zu bleiben. Wer sich heute in kritischem Denken, Selbstmanagement oder Kommunikation weiterbildet, investiert in die Kompetenz, die morgen den Ausschlag zwischen zwei auf dem Papier gleichwertigen Lebensläufen geben wird.

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