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Wie erstellt man einen Karriereplan, wenn man den Beruf wechseln möchte?

Wie erstellt man einen Karriereplan, wenn man den Beruf wechseln möchte?

Artikel verfasst von Lilia Sydor

Der Wunsch nach einem Berufswechsel bedeutet nicht, dass man sofort weiß, in welche Richtung es gehen soll. Viele Menschen verspüren dieses Bedürfnis nach Veränderung, lange bevor sie eine konkrete Vorstellung von ihrem nächsten Schritt haben. Ein Karriereplan dient genau dazu, diesen Wunsch nach einer beruflichen Neuorientierung in ein konkretes und schrittweises Vorhaben umzusetzen. Er stützt sich auf einige klare Schritte: eine Bestandsaufnahme der eigenen Situation, die Festlegung eines Ziels, die Prüfung der Berufsmöglichkeiten, die Ermittlung der zu erwerbenden Kompetenzen und die Erstellung eines realistischen Zeitplans.

Sich einen Überblick über die eigene Situation verschaffen, bevor man sich für einen neuen Beruf entscheidet

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Eine berufliche Neuorientierung beginnt selten zufällig. Ein Verlust des Sinns in der Arbeit, Veränderungen in der Branche, schwierige Bedingungen oder der Wunsch nach einem neuen Tätigkeitsfeld sind oft die Auslöser für einen solchen Wandel. Bevor man sich für eine Richtung entscheidet, sollte man eine Bestandsaufnahme seiner Erfahrungen, Kompetenzen und persönlichen Rahmenbedingungen vornehmen.

Dieser Schritt verdeutlicht die übertragbare Kompetenzen, nämlich solche, die in einem anderen Beruf genutzt werden können, ohne wieder ganz von vorne anfangen zu müssen. Ein Umschulungsprojekt, das nur deshalb gewählt wird, weil ein Beruf attraktiv erscheint, ist selten von Dauer. Es muss den tatsächlichen Wünschen der Person und ihren konkreten Fähigkeiten entsprechen.

Eine Kompetenzbilanz oder eine berufliche Beratung hilft dabei, diese ersten Überlegungen zu strukturieren. Sie zielt darauf ab, Kompetenzen, Fähigkeiten und Motivationen zu analysieren, um ein schlüssiges berufliches Projekt zu entwickeln.

Einen Zielberuf festlegen und prüfen, ob dieser zu den eigenen Zielen passt

Der nächste Schritt besteht darin, von einem allgemeinen Wunsch wie «in einem anderen Bereich arbeiten» zu einem oder zwei konkret benannten Berufen überzugehen. Ein Vergleich der täglichen Aufgaben, der Arbeitsbedingungen, der Arbeitszeiten und des Verantwortungsumfangs hilft dabei, diese Entscheidung zu präzisieren.

Man sollte sich auch fragen, ob der angestrebte Beruf tatsächlich dem entspricht, was man sich für sein zukünftiges Berufsleben wünscht. Berufsbeschreibungen, Gespräche mit Berufstätigen und Schnupperpraktika ermöglichen es, die eigene Vorstellung von einem Beruf mit dessen täglicher Realität abzugleichen. Ein Beruf, den man im Rahmen einer Umschulung anstrebt, ist oft eher wegen seines Images attraktiv als wegen seines tatsächlichen Inhalts: Diese Überprüfung hilft, böse Überraschungen zu vermeiden, sobald man einmal angefangen hat.

Den Arbeitsmarkt erkunden, bevor man den Sprung wagt

Ein solides Karrierekonzept muss sich stets an den Gegebenheiten des Arbeitsmarktes orientieren. Bevor man sich festlegt, sollte man prüfen, ob es in dem angestrebten Berufsfeld und in der gewünschten Region entsprechende Stellenangebote gibt. Durch die Sichtung der Stellenanzeigen lassen sich zudem die Kompetenzen, Abschlüsse und Erfahrungsstufen erkennen, die von Personalvermittlern regelmäßig verlangt werden.

Ein und dieselbe Stelle kann je nach Unternehmen unterschiedliche Bezeichnungen haben, was die Suche erschwert, wenn man sich auf einen einzigen Begriff beschränkt. Ein Blick auf die angebotenen Vertragsarten vermittelt zudem einen genaueren Eindruck von den Einstellungsbedingungen in der jeweiligen Branche.

Um das eigene Vorhaben mit der Marktrealität abzugleichen, ist es sinnvoll, regelmäßig die Stellenangebote für den angestrebten Beruf zu prüfen. Jooble ermöglicht es, Stellen nach Berufsfeld und Standort zu suchen und zu erkennen, welche Profile von Arbeitgebern zu einem bestimmten Zeitpunkt gesucht werden. Dieser Schritt hilft dabei, festzustellen, ob vor der Bewerbung eine Weiterbildung erforderlich ist.

Die zu erwerbenden Kompetenzen ermitteln und die richtige Weiterbildung auswählen

Sobald der angestrebte Beruf feststeht, gilt es, die bereits erworbenen Kompetenzen mit den in den Stellenanzeigen geforderten zu vergleichen. Manche sind sofort übertragbar, andere erfordern eine Zusatzausbildung.

Als Nächstes folgt die Wahl der Ausbildungsart: je nach Situation eine Kurzausbildung, eine Ausbildung mit Zertifikat, eine Ausbildung mit Abschluss oder eine duale Ausbildung. Auch die Dauer, die Kosten, die Lernmodalitäten und die Finanzierungsmöglichkeiten spielen bei dieser Entscheidung eine Rolle. Man sollte nicht einfach wahllos eine Ausbildung auswählen: Der angestrebte Beruf und die erforderlichen Kompetenzen müssen zunächst klar definiert werden.

Der Beratung zur beruflichen Weiterentwicklung unterstützt Berufstätige und Arbeitssuchende kostenlos bei diesen Überlegungen. Es hilft dabei, eine Strategie zu entwickeln, die Durchführbarkeit des Vorhabens zu prüfen und die erforderlichen Kompetenzen oder Qualifikationen zu ermitteln.

Das Umschulungsprojekt in einen Aktionsplan umsetzen

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Ein Karriereplan nimmt durch konkrete, zeitlich festgelegte Schritte Gestalt an: Informationssuche, Weiterbildung, Sammeln von Erfahrungen, Bewerbung. Das Setzen von Zwischenzielen verhindert, dass man angesichts eines einzigen Ziels wie «einen Wechsel vornehmen“ den Mut verliert.
»von Beruf“.

Der Lebenslauf und das Bewerbungsschreiben werden schrittweise vorbereitet, wobei die zuvor ermittelten übertragbaren Kompetenzen in den Vordergrund gestellt werden. Sofern möglich, sollten Sie das Vorhaben zunächst testen, bevor Sie Ihre derzeitige Stelle aufgeben, um Risiken zu minimieren. Der Plan wird anschließend regelmäßig anhand der erzielten Ergebnisse und der sich auf dem Markt bietenden Möglichkeiten neu bewertet.

 

Fazit

Ein Berufswechsel hängt nicht von einer einzigen Entscheidung ab, sondern von einer Abfolge von Schritten, die schrittweise aufeinander folgen. Ein guter Karriereplan verbindet persönliche Ziele, tatsächliche Kompetenzen, Weiterbildungsbedarf und die Realität des Arbeitsmarktes. Schritt für Schritt voranzugehen und das eigene Vorhaben an neue Informationen anzupassen, ist nach wie vor der beste Weg, um einen erfolgreichen Übergang zu gewährleisten.

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