
Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz: Vorbeugen statt heilen – mit Emilie DEL DO
Emilie DEL DO gibt Tipps, wie man Stress und Burnout vorbeugen und die psychische Gesundheit am Arbeitsplatz verbessern kann.
Die Suche nach einem Ausbildungsplatz ist ein entscheidender Schritt im Werdegang eines Jugendlichen. In der Schweiz ist die berufliche Grundausbildung nach wie vor ein sehr beliebter Bildungsweg, da sie den Erwerb konkreter Kompetenzen ermöglicht und gleichzeitig auf den Einstieg in die Arbeitswelt vorbereitet. Doch wie lässt sich die Stellensuche im Jahr 2026 angesichts der Erwartungen der Unternehmen und des Wettbewerbs in bestimmten Berufen effizient gestalten?
Der Schweizer Markt für Lehrstellen bleibt insgesamt stabil. Laut dem „Barometer der Übergänge 2026“ sind etwa 74.000 Plätze wurden in diesem Jahr vorgeschlagen, und 68 % waren bereits im März und April vergeben worden. Die Unternehmen erhielten im Durchschnitt 11 Bewerber pro Platz. Diese Zahlen zeigen, dass es Möglichkeiten gibt, aber auch, dass die Vorbereitung und die gezielte Ausrichtung der Bewerbung nach wie vor von entscheidender Bedeutung sind.

Die Suche nach einem Ausbildungsplatz beginnt mit einer Auseinandersetzung mit den eigenen Interessen, Fähigkeiten und Zielen. Es geht nicht nur darum, einen beliebten Beruf zu wählen, sondern einen Bereich zu finden, in dem sich der Jugendliche engagieren und weiterentwickeln kann.
Schnuppertage, Tage der offenen Tür, Berufsmessen und der Austausch mit Fachleuten ermöglichen es, die Realität eines Berufs kennenzulernen. Sie tragen zudem dazu bei, die erwarteten Kompetenzen, die Arbeitsbedingungen und die Aufstiegsmöglichkeiten besser zu verstehen.
Es empfiehlt sich, verschiedene Berufe zu vergleichen und eine gewisse Offenheit zu bewahren. Ein konkretes Berufsziel ist zwar hilfreich, doch die Berücksichtigung verwandter Berufe kann die Möglichkeiten erweitern, ohne dass man dabei seine Interessen aufgeben muss.
Die Lehrstellen werden je nach Beruf, Unternehmen und Sprachregion zu unterschiedlichen Zeitpunkten ausgeschrieben. In der Westschweiz und im Tessin kann der Zeitplan für die Rekrutierung unter anderem später liegen als in der Deutschschweiz. Es ist daher wichtig, sich über die Gepflogenheiten des jeweiligen Kantons und des angestrebten Berufs zu informieren.
Jugendliche können die offiziellen Plattformen besuchen, insbesondere die Schweizer Lehrstellenbörse LENA, die über die kantonalen Stellen sowie über die Websites der Unternehmen zugänglich sind. Auch die Berufsberatungszentren können die Bewerber bei ihrer Suche unterstützen.
Ein effektiver Ansatz besteht darin, einen Zeitplan aufzustellen, Fristen zu notieren, die eingereichten Bewerbungen im Auge zu behalten und regelmäßig nach neuen Stellenangeboten zu suchen. Selbst wenn einige Unternehmen ihre Plätze bereits vergeben haben, können sich noch Chancen ergeben.
Die Bewerbungsunterlagen stellen oft den ersten Kontakt mit dem Unternehmen dar. Sie müssen übersichtlich, sorgfältig gestaltet und auf die angestrebte Stelle zugeschnitten sein. In der Regel umfassen sie einen Lebenslauf, ein Anschreiben sowie die vom Arbeitgeber angeforderten Zeugnisse oder Bescheinigungen.
Der Lebenslauf sollte die wesentlichen Informationen enthalten: Bildungsweg, Berufserfahrung, Praktika, Kompetenzen und relevante Aktivitäten. Im Anschreiben hingegen sollte der Bewerber darlegen, warum er sich für den Beruf und das Unternehmen interessiert und was er während seiner Ausbildung lernen möchte.
Eine individuell gestaltete Bewerbung zeigt, dass sich der Bewerber über das Unternehmen informiert hat und die Besonderheiten des Berufs versteht. Es ist besser, konkrete Beispiele – wie Schulprojekte, Praktika, ehrenamtliches Engagement oder persönliche Verantwortung – hervorzuheben, als Eigenschaften aufzuzählen, ohne sie zu veranschaulichen.
Vor dem Absenden ist ein sorgfältiges Korrekturlesen unerlässlich, um Fehler zu korrigieren, die Kontaktdaten zu überprüfen und sicherzustellen, dass alle angeforderten Unterlagen beigefügt sind.
Wenn die Bewerbungsunterlagen das Interesse des Unternehmens wecken, kann dieses ein Vorstellungsgespräch, einen Eignungstest oder ein Schnupperpraktikum anbieten. Diese Schritte ermöglichen es dem Arbeitgeber, den Bewerber besser kennenzulernen, und dem Jugendlichen, zu prüfen, ob das Arbeitsumfeld zu ihm passt.
Zur Vorbereitung ist es sinnvoll, sich über die Aktivitäten des Unternehmens zu informieren, die Unterlagen noch einmal durchzugehen und sich Gedanken darüber zu machen, warum man sich für dieses Unternehmen entschieden hat. Während des Vorstellungsgesprächs sollten die Antworten ehrlich und konkret bleiben. Es ist völlig in Ordnung, nicht alles zu wissen: Neugier, Zuhören und Lernbereitschaft sind ebenfalls wichtig.
Während eines Praktikums tragen Pünktlichkeit, die Einhaltung von Anweisungen, das Interesse an den Aufgaben und der Austausch mit dem Team dazu bei, einen seriösen Eindruck vom Bewerber zu vermitteln. Es ist auch eine Gelegenheit, Fragen zu stellen und die praktischen Aspekte des Berufs kennenzulernen.
Eine Absage bedeutet nicht, dass man seine berufliche Zielsetzung aufgeben muss. Sie kann eine Gelegenheit sein, nach Möglichkeit um eine Rückmeldung zur Bewerbung oder zum Vorstellungsgespräch zu bitten und anschließend die nächsten Schritte entsprechend anzupassen.
Es empfiehlt sich, die eigenen Bewerbungen in einer einfachen Tabelle zu erfassen: Unternehmen, Stelle, Versanddatum, erhaltene Antwort und eventuelle Nachfassanfrage. Eine höfliche Nachfassanfrage nach einer angemessenen Wartezeit und gemäß den Vorgaben des Unternehmens ermöglicht es, sein Interesse zu bekunden, ohne das Unternehmen zu oft zu kontaktieren.
Sollte die Suche nicht sofort zum Erfolg führen, kann der Jugendliche seine Kriterien auf verwandte Berufe, andere Unternehmen oder erreichbare Regionen ausweiten. Die kantonalen Berufsberatungsstellen können ebenfalls dabei helfen, Übergangslösungen zu finden und die weitere Ausarbeitung des Plans voranzutreiben.
Der Schweizer Lehrstellenmarkt im Jahr 2026 bietet gute Perspektiven, doch die Suche erfordert Organisationstalent, Motivation und fundierte Kenntnisse über den angestrebten Beruf. Indem man die einzelnen Schritte im Voraus plant, die Bewerbungsunterlagen entsprechend anpasst und sich auf die Vorstellungsgespräche vorbereitet, kann jeder Bewerber sein Potenzial besser zur Geltung bringen.
Um einen Ausbildungsplatz zu ergattern, kommt es nicht nur auf die schulischen Leistungen an: Auch ein schlüssiges Zukunftskonzept, Engagement und Lernfähigkeit spielen eine Rolle. Sich von Berufsberatern begleiten zu lassen und bei der Stellensuche aktiv zu bleiben, sind nützliche Hilfsmittel, um diesen ersten Schritt ins Berufsleben zu meistern.
Möchten Sie Ihre Kompetenzen ausbauen und Ihre berufliche Zukunft gestalten? OSAM begleitet Sie auf Ihrem Ausbildungsweg und bei Ihrer beruflichen Entwicklung.

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